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Wasser marsch!

 

Das mittelständische Unternehmen stellt schon seit über 15 Jahren Armaturenzubehör für die Industrie und die kommunale Gas-, Wasser- und Abwasserwirtschaft her. Die Auftragsbücher sind voll, die Produktion läuft im Drei-Schicht-System auf Hochtouren. Seit Herbst 2009 ist Rainer Tanneberger (53) einer von heute 39 Mitarbeitern im Betrieb. Nach einem halben Jahr Arbeitslosigkeit hat er im Unternehmen eine unbefristete Stelle bekommen.

 Doch aller Anfang ist schwer: Die Bedienung der großen CNC-Maschinen (Foto) war für Rainer Tanneberger eine echte Herausforderung. Die mit modernster Steuerungstechnik bestückten Werkzeugmaschinen ermöglichen höchste Präzision. Der gelernte Dreher brachte für die Stelle als CNC-Fräser langjährige Erfahrungen mit, musste aber auch viel Neues hinzulernen. Rainer Tanneberger hat die Umschulung und auch die Probezeit im Unternehmen erfolgreich gemeistert. Er ist sichtlich zufrieden: „Das Betriebsklima ist sehr gut. Und ich bin schnell im Betrieb, da ich in der Nähe wohne. Beides zugleich findet man in meinem Alter immer seltener.“
 Dieter Manig, Produktionsleiter und Personalchef bei der Schönborner Armaturen GmbH, hat Rainer Tanneberger in den Betrieb geholt. „Wir brauchen in unserem Betrieb nicht nur berufliche Fertigkeiten, sondern auch Lebenserfahrung“, stellt Dieter Manig fest. „Und ehrlich gesagt, die Älteren sind häufig noch motivierter als die jüngeren Kollegen“, ergänzt er. Sein Fazit lautet: „Die Mischung macht´s“.

Das Unternehmen legt großen Wert auf Qualität und investiert dafür Geld und Zeit in die Weiterbildung der Mitarbeiter. Petra Beikirch, Jobscout im „Beschäftigungspakt 50plus“, steht ständig mit der Firma in Kontakt und organisiert gegebenenfalls notwendige Weiterbildungen oder checkt Möglichkeiten der Förderungen oder Zuschüsse. Rainer Tanneberger hat sich gut eingearbeitet. Er ist einer von fünf über 50-jährigen, die in dieser Firma eine neue Perspektive gefunden haben. „Mit den Ergebnissen der Vermittlung bin ich sehr zufrieden,“ so Petra Beikirch heute. Sie ist eine von drei Jobscouts im Team des „Beschäftigungspaktes 50plus“ in Elbe-Elster. Mit ihren Kollegen begleitet sie Unternehmen bei der Suche, Vorauswahl und Vermittlung neuer Mitarbeiter. Dabei übernimmt sie Abstimmungen mit dem Jobcenter und unterstützt Unternehmer, Zuschüsse für die Qualifizierung oder Einarbeitung zu beantragen.